|
 |
|
| |
|
 |
| Kurs |
Vortag |
Veränderung |
Datum/Zeit |
| - |
- |
0 |
0 % |
/ |
| |
| ISIN |
WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
|
|
- |
- |
| |
|
|
| |
|
|
| |
Bintec untergewichten 13.10.2000
Performaxx
Für Bintec (WKN 516100) war es bisher kein gutes Jahr. Nachdem die Halbjahreszahlen schon enttäuschend ausfielen und die Prognosen für das Geschäftsjahr 2000 reduziert wurden, kommt jetzt der nächste harte Schlag für die Aktionäre, berichten die Analysten von Performaxx.
In einer Ad-hoc-Mitteilung habe das Unternehmen erneut seine Planzahlen für das Jahr 2000 nach unten korrigiert. Genauere Angaben werde Bintec erst mit der Veröffentlichung des Ergebnisses für das 3. Quartal Ende November bekannt geben.
Zu Beginn des Jahres sei die Unternehmensführung noch von Umsatzerlösen in Höhe von 52 Mio. Euro sowie einem Gewinn vor Steuern von 4,1 Mio. Euro ausgegangen. Bintec erwarte nach der heutigen Meldung für das laufende Geschäftsjahr einen Umsatz von 20 Mio. Euro, nachdem bereits mit korrigierten 34 Mio. Euro gerechnet worden sei. Der Verlust nach Steuern solle auf 9,5 Mio. Euro ansteigen, statt der bisher veranschlagten 5 Mio. Euro. Die Nerven der Börsianer würden aufgrund der allgemeinen schlechten Stimmung am Markt blank liegen. Nach Bekanntgabe dieser Meldung sei die Aktie mit einem Minus von über 40% rigoros abgestraft worden.
Das Management habe die sich bereits im August abzeichnende Problematik im Absatz und Vertrieb ihrer Remote-Access-Lösungen für Netzwerkumgebungen unterschätzt. Vor allem die bisher fehlende Kontrolle der Lagerbestände und des Abverkaufs im Distributionsnetz seien mit dafür verantwortlich. Verschärfend sei hinzugekommen, daß viele Großhändler die Vorratshaltung stark zurückgeführt hätten. Da die Lager in der Zwischenzeit aber weitgehend geräumt seien, werde in den kommenden Monaten nicht mehr mit diesem Effekt gerechnet. Erste Gegenmaßnahmen des neuen Vorstandsvorsitzenden Walter Erl würden langsam zu greifen scheinen. Für den Warenfluß sei eigens eine Task Force eingerichtet worden, die für mehr Transparenz sorgen solle. Einen positiven Einfluß erwarte die Geschäftsleitung durch eine verstärkte Nachfrage nach Produkten mit einer höheren Gewinnmarge für Bintec.
Die erneute Revidierung der Planzahlen innerhalb kurzer Zeit werfe ein schlechtes Licht auf die Unternehmensführung. Der Vertrauensschaden der entstanden sei, sei immens. Das Management müsse in der Zukunft zeigen, daß es in der Lage sei, an die alten ehrgeizigen Unternehmenserfolge anzuknüpfen, um das Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen. Dies werde nicht einfach sein. Insgesamt sehen die Analysten von Performaxx sich in ihrem bisherigen Urteil bestätigt, die Aktie von Bintec unterzugewichten.
|
 |
|
|
 |
|
|
| |
|